Langzeitautos
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Axel Krug
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Re: Langzeitautos
Du warst nicht gemeint Noddy. Tatsächlich ist das mit den Ladesäulen nicht wirklich optimal, stehen meistens ohne Dach und weit abseits und die Bedienung und vor allem das Zahlen ist weit entfernt von perfekt. Aber es ist absolut kein Argument gegen das E-Auto, keiner braucht zwingend eine eigene Wallbox oder gar PV-Anlage um elektrisch fahren zu können
MGDC #581
- Liberolix
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Re: Langzeitautos
a) FamilienDailys 3*VW (Kombi20J. / T4 + G3-Cabrio - beide 30J.)Noddy hat geschrieben: ↑9. Okt 2026, 13:11 ........ bin 68 Jahre alt ..........
.............30 Jahre alter Daily Essi .
.................notwendigen Reparaturen [selber] durchzuführen ........ Motorelektronk ........viel Zeit gekostet
.................... bin Schönwetterschrauber vor der Haustür ............unter meine Autos zu legen.
...................... wäre gern Teil einer Schraubergemeinschaft ........
B) 2Garagen zuhause - schraube viel draußen + Hebebühne braucht man eigentlich nicht, wenn man schön hoch bockt.
- turne gerne unters Auto und liege "gemütlich" auf alten Teppichbrücken - brauche meine Bier- und DenkPausen
- Grube+Bühne sind ein paar km entfernt
(Scherenhebebühne kenn ich schon - nervig, wenn man sie nicht braucht - umständlich beim Schrauben, weil Scheren immer im Weg)
c) mache alles selber - schon seehr lange - inzwischen auch Motoren/Getriebe/Diff - war und bin aber kein Profi
d) Alter mitte 60
schön zu hören, dass viele von uns hier so ähnlich ticken und viele auch ihre 20-30J. alte dailys selber machen [auch Elektronik], aber die werden immer weniger. Mit Knowhow kann man sich ja inzwischen gut helfen und irgendwo gibts immer noch ein YT-Video.... aber es muss oft zu perfekt sein und vieles dauert inzwischen viel zu lange. Ich vermisse auch eine echte Schraubergemeinschaft in der Nähe.
Hannes
Zuletzt geändert von Liberolix am 9. Okt 2026, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
wo nicht gestritten wird, existiert keine Demokratie - erfordert Mut zum Denken und Respekt vor anderen Meinungen - ohne zu poltern oder verächtliches Verhalten - in der Debatte hat jeder seine Verantwortung
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Re: Langzeitautos
Und wer war dann gemeint? Jan weil er persönlich mit seinem KIA glücklich is?
#2303
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Axel Krug
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Re: Langzeitautos
Warst ja doch du sehe ich gerade aber der vorherige längere Beitrag
Es braucht zum Verbrenner fahren ja auch keine eigene Zapfsäule
MGDC #581
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Re: Langzeitautos - zur Zeit noch keine Elektro Fahrzeuge
schade - geht hier doch nicht gegen modernes Zeug und um seine Schwachstellen, sondern für unsere alten Kisten.
Kosten und Infrastruktur bei E-Fahrzeugen noch in den Kinderschuhen - vlt. Kurzstrecke, aber Langstrecke nix für den schmalen Geldbeutel?
Braucht alles noch viel Zeit und ob das jemals was für Selberschrauber sein wird, steht in den Sternen.
E-... ist auf jeden Fall alles ganz toll
, aber kostet auch jede Menge CO2. Da wird in der GesamtBilanz oft Produktion und Erneuerung eines Batteriepaketes nach etwa 150tkm vergessen - außer für Kleinstwagen aber Hybrid und E-SUVs - da auch viel Unfug erzählt. Unsere alten Kisten sind müssen ja nicht extra produziert werden und sind schon deutlich im Vorteil. Warum nicht irgendwann mit E-fuels aus der Wüste fahren? An die wahnsinnigen Preise gewöhnen wir uns doch gerade 
Kosten und Infrastruktur bei E-Fahrzeugen noch in den Kinderschuhen - vlt. Kurzstrecke, aber Langstrecke nix für den schmalen Geldbeutel?
Braucht alles noch viel Zeit und ob das jemals was für Selberschrauber sein wird, steht in den Sternen.
E-... ist auf jeden Fall alles ganz toll
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Re: Langzeitautos
blöder Edit-timer - kann nach 30sec schon nix mehr korrigieren 
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Re: Langzeitautos
Echt jetzt?! Du lebst in Hamburg und da gibt´s keine Schrauber-Community?
Du musst nach Osten schauen - in der Nähe der Tankstelle Brandshof oder der Garage 11 bleibt man doch nicht lange allein...
- JanHendrik
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Re: Langzeitautos
Nicht, dass wir uns falsch verstehen - ich sympathisiere zusehends mehr mit E-Autos, je häufiger sie in meinem privaten Umfeld auftauchen.
Sofern ich noch mal in die Verlegenheit kommen sollte, mir ein neues Auto zu kaufen, wird das wohl auch elektrisch angetrieben sein.
Aber einen Benziner mit Metzgerhaken behalte ich noch in der Hinterhand - falls ich mal wieder auf die Idee komme, mit dem Britbike im Schlepptau nach Portugal zu fahren o. ä.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Langzeitautos - Schraubergemeinschaft oder Schnackergemeinschaft
Hallo Jan,JanHendrik hat geschrieben: ↑9. Okt 2026, 22:47Echt jetzt?! Du lebst in Hamburg und da gibt´s keine Schrauber-Community?
Du musst nach Osten schauen - ................................... bleibt man doch nicht lange allein...![]()
wenn du nicht verstehst, was ich meine, dann verstehst wohl nicht, was ich meine
So einfach ist es nicht mit "guck doch mal nach Osten" - gibt tausende, die sich für Schraubende halten und gerne darüber schnacken und alles besser wissen, aber ob das wirklich so ist und obs passt - ob man zusammen schrauben will...... Den wilden Osten von HH kenn ich schon seit 40 Jahren - Stunde Fahrt hin und Stunde zurück - klar gibts da auch gute Leute, aber oft ist es eben doch nicht soo einfach... und nah dran ist das bestimmt nicht. Mir ist mein alter UK-Schrauberkumpane JayBee vor einiger Zeit gestorben und den würd ich langsam schon gerne mal wieder sprechen ....... - tja so ist das Leben eben.
JanHendrik hat geschrieben: ↑8. Okt 2026, 13:17 a) KIA 2021 (davor Volvo 940 - 1991 ............ problemlos - davor BMW E34 - 1991, ..... problemlos)
b) Private Werkstatt - Hebebühne
c) Alles selbst machen - with a little help from my friends...
d) Jahrgang 62
Komisch - Selberschrauber und Neuwagen - kann ich garnicht glauben sowas - hätt ich mir nie angetan.
Und warum soll das nicht klappen mit alten Kisten zur Arbeit - hab das immer geschafft. Alles was jünger als 20 Jahre ist, fass ich grundsätzlich nicht mehr an - da könnt ich kotzen bei all den Helferlein.
Das ständige gepiepe bei meinem jüngsten nervt mich schon kolossal.
Und Du meinst das jetzt ernst, dass Du dann wirklich Hand-an-legen wirst, wenn dein Kia das braucht ?
Hannes
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Re: Langzeitautos
Selbstschrauber und Neuwagen passt genauso gut wie alles andere. Jeder wie er mag.
Ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht. Und werde solange ich es kann an alten Autos mich vergnügen. Es macht mir zuviel Spass und so lange es geht mache ich es. Aber moderne Fahrzeuge, die jünger sind als 20 Jahre, interessieren mich nicht. Unsere Alltagsautos, die auch nicht mehr ladenneu sind, aber mir zum arbeiten daran zu neu, lasse ich von einem Freund mit professioneller Werkstatt machen. Ich zahle ihn gerne dafür. Er hat bisher jedes Problem an den moderneren Autos gelöst und ich kann in der Zeit das machen was mir Spass macht.
Rob
Ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht. Und werde solange ich es kann an alten Autos mich vergnügen. Es macht mir zuviel Spass und so lange es geht mache ich es. Aber moderne Fahrzeuge, die jünger sind als 20 Jahre, interessieren mich nicht. Unsere Alltagsautos, die auch nicht mehr ladenneu sind, aber mir zum arbeiten daran zu neu, lasse ich von einem Freund mit professioneller Werkstatt machen. Ich zahle ihn gerne dafür. Er hat bisher jedes Problem an den moderneren Autos gelöst und ich kann in der Zeit das machen was mir Spass macht.
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Re: Langzeitautos - Schraubergemeinschaft oder Schnackergemeinschaft
Sorry, ich wollte Dir nicht zu nahe treten.
Ooch, soviel "rocket science" ist da gar nicht dran.. Für Öl- und Filterwechsel, Bremsenüberholungen, Auspuffwechsel, einen neuen Pollenfilter u. ä. reicht es allemal.
Das Problem mit der Karre ist eher, dass da nix kaputtgeht. Und falls doch, habe ich noch bis 2028 Garantie...
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MH
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Re: Langzeitautos
Gerade gelesen, historische Fahrzeuge „sollen noch“ eine Ausnahmeregelung erhalten.
Dein Auto gehört dir. Du bezahlst die Reparatur. Du machst die Arbeit. Aber ab 2028 könnte trotzdem jemand anderes entscheiden, ob dein Auto noch eine Zukunft hat.

Klingt nach der nächsten völlig übertriebenen Schlagzeile aus dem Internet? Dachte ich zunächst auch. Aber diesmal lohnt es sich tatsächlich, genauer hinzusehen. Denn die EU hat eine neue Verordnung beschlossen, und darin steht etwas, das gerade für Besitzer älterer Fahrzeuge, Hobbyschrauber und Restaurierer ziemlich interessant werden könnte …
Ab dem 1. September 2028 gelten neue EU-Regeln für die Einstufung von Altfahrzeugen. Verordnung 2026/1738.
Und nein, bevor jetzt jemand panisch seinen Werkzeugkasten versteckt … das Reparieren des eigenen Autos wird nicht verboten.
Aber jetzt wird es spannend.
Stellt euch vor, ihr kauft einen älteren Unfallwagen. Für die Versicherung ein wirtschaftlicher Totalschaden, für euch ein wunderbares Restaurierungsprojekt. Der Motor läuft, die Karosserie braucht Arbeit und ein paar Teile fehlen. Nichts, was man mit Geduld, Fachwissen und einer gut ausgestatteten Werkstatt nicht wieder hinbekommen könnte. Ihr zerlegt den Wagen, schweißt neue Bleche ein, überholt den Motor, arbeitet die Achsen auf und baut ihn Stück für Stück wieder zusammen. Vielleicht dauert das zwei Jahre. Vielleicht fünf. Vielleicht auch acht, weil man nebenbei noch arbeiten muss, eine Familie hat und das Geld schließlich auch nicht auf Bäumen wächst.
Bisher war die Dauer einer solchen Restaurierung grundsätzlich eure Sache. Und jetzt kommt die EU mit einer Fünfjahresfrist um die Ecke.
Die neue Verordnung legt fest, wann ein Fahrzeug rechtlich als Altfahrzeug gilt und wann eine technische Bewertung durch einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen erforderlich wird. Und genau bei solchen begutachteten Fahrzeugen wird es interessant: Liegt fünf Jahre nach dieser Bewertung noch keine gültige Prüfbescheinigung vor, gilt das Fahrzeug grundsätzlich als Altfahrzeug. Nicht jedes Restaurierungsprojekt bekommt also automatisch eine Fünfjahresfrist. Diese beginnt erst nach einer entsprechenden technischen Bewertung. Immerhin können Behörden auf Antrag eine Ausnahme gewähren, wenn das Fahrzeug tatsächlich repariert wird.
Ich stelle mir das gerade bildlich vor.
„Guten Tag, ich möchte beantragen, dass mein Auto weiterhin ein Auto bleiben darf.“
„Ist es denn fahrbereit?“
„Nein, es steht seit vier Jahren auf Böcken.“
„Und wann wird es fertig?“
„Wenn die Karosserie fertig ist.“
„Und wann ist die fertig?“
„Wenn ich Zeit habe.“
„Haben Sie dafür einen Nachweis?“
„Ja. 47 Fotos, drei Schweißgeräte, zwei verbrannte Arbeitshosen und eine Ehefrau, die langsam die Geduld verliert.“
Aber Spaß beiseite. Ein wirtschaftlicher Totalschaden ist noch lange kein technischer Totalschaden!
Das ist ein Unterschied, den ich als Karosseriebauer gar nicht oft genug erklären kann. Ein Fahrzeug ist laut Gutachten vielleicht noch 2.000 Euro wert und hat einen Schaden von 4.000 Euro. Wirtschaftlich erledigt. Technisch möglicherweise überhaupt kein Problem. Vielleicht macht der Besitzer die Arbeiten selbst. Vielleicht hat er die Ersatzteile längst liegen. Vielleicht hängt er einfach an seinem Fahrzeug. Und vielleicht interessiert ihn der sogenannte Wiederbeschaffungswert herzlich wenig.
In meiner Werkstatt zählt nicht nur, was irgendein Computer aus Fahrzeugwert und Reparaturkosten errechnet. Ich muss beurteilen, ob sich ein Schaden fachgerecht instand setzen lässt, welchen Aufwand das bedeutet und ob das Fahrzeug anschließend wieder sicher auf die Straße kann. Zwischen „lohnt sich rechnerisch nicht“ und „ist technisch nicht mehr reparierbar“ liegen manchmal ganze Welten. Und genau die verschwinden auf einem Schreibtisch ziemlich schnell hinter ein paar Zahlen.
Besonders interessant finde ich den Umgang mit zerlegten Fahrzeugen. Denn auch die Demontage taucht in der neuen Verordnung als Kriterium auf. Bei bestimmten Fällen ist eine technische Prüfung vorgesehen, bei vollständig zerlegten oder zur Teilegewinnung demontierten Fahrzeugen kann sogar unmittelbar die Einstufung als Altfahrzeug greifen. Wer schon einmal eine Restaurierung durchgeführt hat, weiß allerdings, dass eine nackte Rohkarosse nicht das Ende eines Autos sein muss. Manchmal ist sie der Anfang seiner zweiten Jugend. Und wer soll später zuverlässig unterscheiden, ob dort gerade ein Fahrzeug ausgeschlachtet oder mit viel Liebe wiederaufgebaut wird?
Immerhin sind Fahrzeuge von historischem Interesse ausdrücklich ausgenommen. Aber längst nicht jeder Youngtimer oder jedes angefangene Restaurierungsprojekt erfüllt die Voraussetzungen dafür. Was ist mit den Fahrzeugen, die heute noch keine anerkannten Klassiker sind, aber in zehn Jahren vielleicht genau deshalb welche werden, weil jemand sie nicht weggeworfen hat?
Versteht mich nicht falsch. Ich kann durchaus nachvollziehen, weshalb die EU hier strengere Regeln schaffen möchte. Es gibt Unfallfahrzeuge, die ins Ausland verschwinden, dort unter zweifelhaften Bedingungen zusammengeschustert werden und anschließend als angeblich harmlose Gebrauchtwagen wieder auf unseren Straßen auftauchen. Solche Machenschaften gehören unterbunden. Aber zwischen einem gefährlichen, zusammengeflickten Unfallwrack und einem fachgerecht restaurierten Liebhaberstück liegen Welten. Und ich frage mich, wie zuverlässig eine zusätzliche Vorschrift diesen Unterschied in der Praxis erkennen wird.
Wir reden ständig über Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig werden Autos immer komplizierter, Ersatzteile teilweise unbezahlbar und Reparaturen wirtschaftlich immer unattraktiver. Und ausgerechnet dort, wo Menschen ihre Fahrzeuge mit viel Eigenleistung über Jahrzehnte erhalten möchten, könnten künftig zusätzliche Nachweise und behördliche Entscheidungen notwendig werden.
Manchmal ist das nachhaltigste Auto eben nicht das neueste. Sondern das, welches bereits seit 25 Jahren existiert und dank seines Besitzers noch weitere 20 Jahre fahren kann.
Natürlich wird ab 2028 nicht jeder abgemeldete Golf automatisch zum Schrott erklärt. Und nein, die EU verbietet auch nicht grundsätzlich das Selbstschrauben. Aber die neuen Einstufungskriterien sind real, die Verordnung ist beschlossen und gerade bei machen Restaurierungsprojekten und stillgelegten Verkäufen lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Und jetzt möchte ich wirklich mal eure Meinung hören.
Würdet ihr euch von einer Behörde vorschreiben lassen, wann euer Restaurierungsprojekt endgültig Schrott ist?
Stellt euch vor, euer Auto steht seit sechs Jahren zerlegt in der Garage. Ihr habt Tausende Euro und unzählige Arbeitsstunden hineingesteckt. Ihr wisst genau, dass ihr es wieder auf die Straße bekommt. Und dann müsst ihr erst einmal beantragen, dass es rechtlich weiterhin ein reparierbares Fahrzeug bleiben darf.
Wäre das für euch noch nachvollziehbare Regulierung oder längst ein Eingriff in die Entscheidungsfreiheit des Eigentümers?
Oder … und jetzt kommt meine ganz persönliche Vermutung: Geht es am Ende vielleicht auch nur darum, den schwächelnden Neuwagenabsatz wieder anzukurbeln? Schließlich verkaufen sich die modernen, rollenden Überwachungskonsolen mit betreutem Fahren auch nicht mehr so gut…
(Das dann übrigens im nächsten Beitrag auf den Tisch…Spoiler)
Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare. Besonders interessieren mich die Geschichten von Leuten, die schon einmal ein Fahrzeug gerettet haben, das andere längst in die Schrottpresse geschickt hätten. Und teilt den Beitrag ruhig.
Ich vermute, dass die wenigsten bisher überhaupt etwas von dieser Verordnung gehört haben, sie aber nicht einfach still unter den Tisch gekehrt werden sollte…
Grüße, Stefan (TheDeaf)
Und wenn ihr auch findet, dass Reparieren noch Reparieren heißen sollte und nicht gleich Wegwerfen und Neukaufen … dann dürft ihr mir gerne hier auf meinem Profil folgen. Es gibt weiterhin echte Geschichten aus dem Werkstattalltag, ehrliche Meinungen, jede Menge Schrauberei und gelegentlich eine ordentliche Portion Sarkasmus. Denn nicht alles, was andere längst abgeschrieben haben, gehört auch wirklich auf den Schrott.

Dein Auto gehört dir. Du bezahlst die Reparatur. Du machst die Arbeit. Aber ab 2028 könnte trotzdem jemand anderes entscheiden, ob dein Auto noch eine Zukunft hat.
Klingt nach der nächsten völlig übertriebenen Schlagzeile aus dem Internet? Dachte ich zunächst auch. Aber diesmal lohnt es sich tatsächlich, genauer hinzusehen. Denn die EU hat eine neue Verordnung beschlossen, und darin steht etwas, das gerade für Besitzer älterer Fahrzeuge, Hobbyschrauber und Restaurierer ziemlich interessant werden könnte …
Ab dem 1. September 2028 gelten neue EU-Regeln für die Einstufung von Altfahrzeugen. Verordnung 2026/1738.
Und nein, bevor jetzt jemand panisch seinen Werkzeugkasten versteckt … das Reparieren des eigenen Autos wird nicht verboten.
Stellt euch vor, ihr kauft einen älteren Unfallwagen. Für die Versicherung ein wirtschaftlicher Totalschaden, für euch ein wunderbares Restaurierungsprojekt. Der Motor läuft, die Karosserie braucht Arbeit und ein paar Teile fehlen. Nichts, was man mit Geduld, Fachwissen und einer gut ausgestatteten Werkstatt nicht wieder hinbekommen könnte. Ihr zerlegt den Wagen, schweißt neue Bleche ein, überholt den Motor, arbeitet die Achsen auf und baut ihn Stück für Stück wieder zusammen. Vielleicht dauert das zwei Jahre. Vielleicht fünf. Vielleicht auch acht, weil man nebenbei noch arbeiten muss, eine Familie hat und das Geld schließlich auch nicht auf Bäumen wächst.
Bisher war die Dauer einer solchen Restaurierung grundsätzlich eure Sache. Und jetzt kommt die EU mit einer Fünfjahresfrist um die Ecke.
Die neue Verordnung legt fest, wann ein Fahrzeug rechtlich als Altfahrzeug gilt und wann eine technische Bewertung durch einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen erforderlich wird. Und genau bei solchen begutachteten Fahrzeugen wird es interessant: Liegt fünf Jahre nach dieser Bewertung noch keine gültige Prüfbescheinigung vor, gilt das Fahrzeug grundsätzlich als Altfahrzeug. Nicht jedes Restaurierungsprojekt bekommt also automatisch eine Fünfjahresfrist. Diese beginnt erst nach einer entsprechenden technischen Bewertung. Immerhin können Behörden auf Antrag eine Ausnahme gewähren, wenn das Fahrzeug tatsächlich repariert wird.
Ich stelle mir das gerade bildlich vor.
„Guten Tag, ich möchte beantragen, dass mein Auto weiterhin ein Auto bleiben darf.“
„Ist es denn fahrbereit?“
„Nein, es steht seit vier Jahren auf Böcken.“
„Und wann wird es fertig?“
„Wenn die Karosserie fertig ist.“
„Und wann ist die fertig?“
„Wenn ich Zeit habe.“
„Haben Sie dafür einen Nachweis?“
„Ja. 47 Fotos, drei Schweißgeräte, zwei verbrannte Arbeitshosen und eine Ehefrau, die langsam die Geduld verliert.“
Aber Spaß beiseite. Ein wirtschaftlicher Totalschaden ist noch lange kein technischer Totalschaden!
Das ist ein Unterschied, den ich als Karosseriebauer gar nicht oft genug erklären kann. Ein Fahrzeug ist laut Gutachten vielleicht noch 2.000 Euro wert und hat einen Schaden von 4.000 Euro. Wirtschaftlich erledigt. Technisch möglicherweise überhaupt kein Problem. Vielleicht macht der Besitzer die Arbeiten selbst. Vielleicht hat er die Ersatzteile längst liegen. Vielleicht hängt er einfach an seinem Fahrzeug. Und vielleicht interessiert ihn der sogenannte Wiederbeschaffungswert herzlich wenig.
In meiner Werkstatt zählt nicht nur, was irgendein Computer aus Fahrzeugwert und Reparaturkosten errechnet. Ich muss beurteilen, ob sich ein Schaden fachgerecht instand setzen lässt, welchen Aufwand das bedeutet und ob das Fahrzeug anschließend wieder sicher auf die Straße kann. Zwischen „lohnt sich rechnerisch nicht“ und „ist technisch nicht mehr reparierbar“ liegen manchmal ganze Welten. Und genau die verschwinden auf einem Schreibtisch ziemlich schnell hinter ein paar Zahlen.
Besonders interessant finde ich den Umgang mit zerlegten Fahrzeugen. Denn auch die Demontage taucht in der neuen Verordnung als Kriterium auf. Bei bestimmten Fällen ist eine technische Prüfung vorgesehen, bei vollständig zerlegten oder zur Teilegewinnung demontierten Fahrzeugen kann sogar unmittelbar die Einstufung als Altfahrzeug greifen. Wer schon einmal eine Restaurierung durchgeführt hat, weiß allerdings, dass eine nackte Rohkarosse nicht das Ende eines Autos sein muss. Manchmal ist sie der Anfang seiner zweiten Jugend. Und wer soll später zuverlässig unterscheiden, ob dort gerade ein Fahrzeug ausgeschlachtet oder mit viel Liebe wiederaufgebaut wird?
Immerhin sind Fahrzeuge von historischem Interesse ausdrücklich ausgenommen. Aber längst nicht jeder Youngtimer oder jedes angefangene Restaurierungsprojekt erfüllt die Voraussetzungen dafür. Was ist mit den Fahrzeugen, die heute noch keine anerkannten Klassiker sind, aber in zehn Jahren vielleicht genau deshalb welche werden, weil jemand sie nicht weggeworfen hat?
Versteht mich nicht falsch. Ich kann durchaus nachvollziehen, weshalb die EU hier strengere Regeln schaffen möchte. Es gibt Unfallfahrzeuge, die ins Ausland verschwinden, dort unter zweifelhaften Bedingungen zusammengeschustert werden und anschließend als angeblich harmlose Gebrauchtwagen wieder auf unseren Straßen auftauchen. Solche Machenschaften gehören unterbunden. Aber zwischen einem gefährlichen, zusammengeflickten Unfallwrack und einem fachgerecht restaurierten Liebhaberstück liegen Welten. Und ich frage mich, wie zuverlässig eine zusätzliche Vorschrift diesen Unterschied in der Praxis erkennen wird.
Wir reden ständig über Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig werden Autos immer komplizierter, Ersatzteile teilweise unbezahlbar und Reparaturen wirtschaftlich immer unattraktiver. Und ausgerechnet dort, wo Menschen ihre Fahrzeuge mit viel Eigenleistung über Jahrzehnte erhalten möchten, könnten künftig zusätzliche Nachweise und behördliche Entscheidungen notwendig werden.
Manchmal ist das nachhaltigste Auto eben nicht das neueste. Sondern das, welches bereits seit 25 Jahren existiert und dank seines Besitzers noch weitere 20 Jahre fahren kann.
Natürlich wird ab 2028 nicht jeder abgemeldete Golf automatisch zum Schrott erklärt. Und nein, die EU verbietet auch nicht grundsätzlich das Selbstschrauben. Aber die neuen Einstufungskriterien sind real, die Verordnung ist beschlossen und gerade bei machen Restaurierungsprojekten und stillgelegten Verkäufen lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Und jetzt möchte ich wirklich mal eure Meinung hören.
Würdet ihr euch von einer Behörde vorschreiben lassen, wann euer Restaurierungsprojekt endgültig Schrott ist?
Stellt euch vor, euer Auto steht seit sechs Jahren zerlegt in der Garage. Ihr habt Tausende Euro und unzählige Arbeitsstunden hineingesteckt. Ihr wisst genau, dass ihr es wieder auf die Straße bekommt. Und dann müsst ihr erst einmal beantragen, dass es rechtlich weiterhin ein reparierbares Fahrzeug bleiben darf.
Wäre das für euch noch nachvollziehbare Regulierung oder längst ein Eingriff in die Entscheidungsfreiheit des Eigentümers?
Oder … und jetzt kommt meine ganz persönliche Vermutung: Geht es am Ende vielleicht auch nur darum, den schwächelnden Neuwagenabsatz wieder anzukurbeln? Schließlich verkaufen sich die modernen, rollenden Überwachungskonsolen mit betreutem Fahren auch nicht mehr so gut…
(Das dann übrigens im nächsten Beitrag auf den Tisch…Spoiler)
Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare. Besonders interessieren mich die Geschichten von Leuten, die schon einmal ein Fahrzeug gerettet haben, das andere längst in die Schrottpresse geschickt hätten. Und teilt den Beitrag ruhig.
Ich vermute, dass die wenigsten bisher überhaupt etwas von dieser Verordnung gehört haben, sie aber nicht einfach still unter den Tisch gekehrt werden sollte…
Grüße, Stefan (TheDeaf)
Und wenn ihr auch findet, dass Reparieren noch Reparieren heißen sollte und nicht gleich Wegwerfen und Neukaufen … dann dürft ihr mir gerne hier auf meinem Profil folgen. Es gibt weiterhin echte Geschichten aus dem Werkstattalltag, ehrliche Meinungen, jede Menge Schrauberei und gelegentlich eine ordentliche Portion Sarkasmus. Denn nicht alles, was andere längst abgeschrieben haben, gehört auch wirklich auf den Schrott.
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Re: am Langzeitauto "alles selber machen": was genau ist damit gemeint?
Hallo Jan,JanHendrik hat geschrieben: ↑12. Okt 2026, 12:30......für Öl- und Filterwechsel, Bremsenüberholungen, Auspuffwechsel, einen neuen Pollenfilter u. ä. reicht es allemal.
.........
glaub wir reden an einander vorbei - also Du meinst normale Wartung und die üblichen ganz normalen Verschleißteile wechseln ist
eine Reparatur - Öle und Filter wechseln, Bremsbelege+flüssigkeit ?
Ist das überhaupt erwähnenswert am Langzeitauto ?
@alle Selberschrauber:
Würde mich interessieren wie das die community hier sieht.
Was bedeutet für Euch "alles selber machen " ? :
Zählt sowas überhaupt bei einem Langzeitauto - wäre das bei unseren MGs erwähnenswert?
Hannes
wo nicht gestritten wird, existiert keine Demokratie - erfordert Mut zum Denken und Respekt vor anderen Meinungen - ohne zu poltern oder verächtliches Verhalten - in der Debatte hat jeder seine Verantwortung
Re: Langzeitautos
Ich verstehe fas Problem nicht. Heisst das, wenn ich ein Fahrzeug in 5 Jahren nicht repariert bekomme muss ich es verschrotten? Oder ich kann eine neue Zulassung beantragen, wie ich es heute auch schon muss?
Rob
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- JanHendrik
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Re: am Langzeitauto "alles selber machen": was genau ist damit gemeint?
Na ja, in Deiner Frage war von "Hand anlegen" die Rede... nicht zwingend von tiefgreifenden Reparaturen. Aber gut, wenn Du es auf diesem Wege aus mir herauskitzeln willst: Ja, ich würde auch Karosseriearbeiten nicht für ausgeschlossen halten. Und ja, warum nicht auch einen Motorwechsel und eine Motorrevision? Da steht letztlich auch nur ein konventioneller Vierzylindermotor mit angeflanschtem Getriebe im Motorraum, den kriege ich da schon rausgehoben...Liberolix hat geschrieben: ↑12. Okt 2026, 14:10Hallo Jan,JanHendrik hat geschrieben: ↑12. Okt 2026, 12:30......für Öl- und Filterwechsel, Bremsenüberholungen, Auspuffwechsel, einen neuen Pollenfilter u. ä. reicht es allemal.
.........
glaub wir reden an einander vorbei - also Du meinst normale Wartung und die üblichen ganz normalen Verschleißteile wechseln ist
eine Reparatur - Öle und Filter wechseln, Bremsbelege+flüssigkeit ?
Ist das überhaupt erwähnenswert am Langzeitauto ?
@alle Selberschrauber:
Würde mich interessieren wie das die community hier sieht.
Was bedeutet für Euch "alles selber machen " ? :
Zählt sowas überhaupt bei einem Langzeitauto - wäre das bei unseren MGs erwähnenswert?
Hannes
Allerdings bezweifle ich, dass ICH noch in der Verfassung sein werde, wenn es denn eines fernen Tages soweit sein sollte, dass der Motor revidiert werden muss.
- Noddy
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Re: am Langzeitauto "alles selber machen": was genau ist damit gemeint?
Wie findet man den Motor vor lauter Plastikverkleidungen? Ich frage für einen Freund.JanHendrik hat geschrieben: ↑12. Okt 2026, 16:03 Und ja, warum nicht auch einen Motorwechsel und eine Motorrevision? Da steht letztlich auch nur ein konventioneller Vierzylindermotor mit angeflanschtem Getriebe im Motorraum, den kriege ich da schon rausgehoben...
Grüße
Micha
#2303
Re: Langzeitautos
Na ja, Motorüberholung lohnt sich dann nicht mehr. Dann ist der Wagen einfach am Ende. Neue Kupplung ist noch machbar. Aber meistens sind es andere Dinge wie Antriebswellen, Auspuff, Wellendichtringe zur Abdichtung des Motors, Kühler, Wasserpumpe, Klimakompressor, und immer wieder ausgefallene Sensoren oder Lambdasonde, oder Einspritzdüsen, etc.
Und das Hauptproblem ist gerade bei Sensoren, Lambdasonde, die Ursache zu finden und dann das nötige Ersatzteil noch zu bekommen. gerade 3x nach Fahrgestellnummer die Antriebswelle bestellt. Die 3. Welle passte dann. Ähnliches mit dem Wellendichtring der Antriebswelle.
Auspuff ist ganz schlimm, wenn der Wagen älter als 10 Jahre ist. Für viele Modelle einfach nicht mehr zu bekommen. Da muss man dann improvisieren.
Rob
Und das Hauptproblem ist gerade bei Sensoren, Lambdasonde, die Ursache zu finden und dann das nötige Ersatzteil noch zu bekommen. gerade 3x nach Fahrgestellnummer die Antriebswelle bestellt. Die 3. Welle passte dann. Ähnliches mit dem Wellendichtring der Antriebswelle.
Auspuff ist ganz schlimm, wenn der Wagen älter als 10 Jahre ist. Für viele Modelle einfach nicht mehr zu bekommen. Da muss man dann improvisieren.
Rob
- JanHendrik
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Re: am Langzeitauto "alles selber machen": was genau ist damit gemeint?
Oha.
Die Klischees sitzen tief.
Da muss ich wohl mal zwei Bilder vom Motorraum machen. Eines mit der aufgesteckten Saugrohr-Abdeckung, eines ohne.
Die Abdeckung steckt mit vier Kunststoffnasen in vier Gummiösen und ist mit einem Handgriff entfernt.
Darunter kommen Kerzenstecker, Einspritzdüsen etc. zum Vorschein, gut zugänglich.
Und ein sauber konstruierter dohc-Vierventiler. Okay, nicht so schön wie ein MGA-TwinCam, aber immerhin...
Und der Motor ist sympathisch langhubig (B x H 71,6 x 92,0 mm), das spiegelt auch der Drehmomentverlauf.
Durch die kleinen Bohrungen baut der Motorblock kurz.
Mir gefällt das.
- JanHendrik
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Re: am Langzeitauto "alles selber machen": was genau ist damit gemeint?
Ich hoffe, ich darf Euch das noch nachliefern.JanHendrik hat geschrieben: ↑13. Okt 2026, 13:28Oha.
Die Klischees sitzen tief.
Da muss ich wohl mal zwei Bilder vom Motorraum machen. Eines mit der aufgesteckten Saugrohr-Abdeckung, eines ohne.
Zugegeben, "schön" geht anders. Aber mir gefällt die aufgeräumte Organik durchaus.
Am besten gefallen mir die seitlichen Abdeckungen der beiden obenliegenden Nockenwellen.
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