Wasserverlust A1600

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2sheep
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Re: Wasserverlust A1600

#61

Beitrag von 2sheep » 5. Feb 2026, 17:59

Endoskopisch sieht man sicher noch mehr.
Diese Teile kosten nicht mehr viel und können sehr oft helfen, nicht nur in diesem Fall.
Ich würde mir u. a. damit den Kühlkreislauf sehr genau ansehen.
Wäre schade im Sommer alles wieder zerlegen zu müssen.

viele Grüße

Matthias

Dirk69
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Re: Wasserverlust A1600

#62

Beitrag von Dirk69 » 5. Feb 2026, 19:10

Ich hatte eigentlich keine Probleme mit der Temperatur, ich hatte lediglich einen Wasserverlust bemerkt. Mehr durch Zufall dann den defekten Kühler entdeckt. Nachdem man mir sagte, dass zum neu befüllen die Heizung auf sein soll, habe ich erst bemerkt dass sich da überhaupt nichts bewegt. Also Heizventil, Dichtung und neuen Zug bestellt. Hierbei habe ich das total zugesetzte Ventil gesehen. Nachdem alles zusammengebaut war und der Motor lief, wurde auch gleich die Heizung warm. Als dann aber unter dem Auto das Wasser tropfte, also gleich auch die Wapu neu. Wie gesagt, ich hatte kein Problem mit der Temeratur. Alles in allem habe ich den Zustand entscheidend verbessert. Ich könnte jetzt noch ein paar Löcher aufmachen, oder einfach einmal fahren und dann das Kühlwasser anschauen. Vielen Dank für die Tipps und Ideen. Ich berichte dann wieder.

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marc-ks
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Re: MGA - Revision Kühlkreislauf - Ablagerung Sediment rausspülen

#63

Beitrag von marc-ks » 5. Feb 2026, 19:42

Liberolix hat geschrieben: 5. Feb 2026, 17:53
marc-ks hat geschrieben: 5. Feb 2026, 09:35 .......so wie diese beiden Teile aussehen, bedarf es einer Totalrevision des Kühlkreislaufs ...........
............sämtliche Kühlkanäle verschlossen sind..................
Hallo Dirk
nur keine Panik - natürlich blöd, aber sowas hatten wir doch alle schon - wahrscheinlich zu lange ohne Frost/Rostschutz gefahren.

es wird also noch jede Menge Rost /KalkAblagerung im Motorblock sein. Versuch erstmal den Motorblock ordentlich durchzuspülen - ohne Kühler und mit dem Gartenschlauch - mit ordentlich Druck oben rein und unten raus - am besten in ne große Schüssel zum begutachten ob schon sauber. So kann man schon ne Menge Schlamm rausbefördern. Und all das lose Sediment, was sich abgelagert hat, kriegt man am besten jetzt raus, solange die Kanäle noch naßfeucht sind. Wenn das erstmal angetrocknet ist, wirds schwieriger. Also durchspülen bis unten dann irgendwann klares Wasser kommt. Wenn dann der ganze Schlamm raus ist, kann man später noch mit Chemie versuchen feste KalkAblagerungen zu lösen - sog. Kühlerreiniger wirken da oft noch ganz ordentlich.
Würde auf jeden Fall auch mal über den EntwässerungsHahn hinten am Motor entwässern - da ggfs auch mal mit Fahrradspeiche im Block rumstochern bis klares Wasser kommt. Aber vorsicht - der Hebel vom Hahn bricht leicht ab - wenn der nicht gangbar oder verstopft ist, lieber einfach gleich komplett vom Motor abschrauben und auf der Werkbank bearbeiten......

Hannes

P.S. ist natürlich Abwägungssache - aber Versuch macht kluch.
Froststopfen rausnehmen / zerlegen und mechanisch bearbeiten kann man ja immer noch...
Du beschreibst doch gerade eine Totalrevision...

Dass Du keine Überhitzung gesehen hast, hängt damit zusammen, dass kein Wasser zirkuliert ist, außerdem kannst Du testen, wie genau Dein Doppelinstrument anzeigt.
Grüße Marc
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Re: Wasserverlust A1600

#64

Beitrag von Liberolix » 5. Feb 2026, 20:09

Dirk69 hat geschrieben: 5. Feb 2026, 19:10 .........[bisher] keine Probleme mit der Temperatur, ............lediglich Wasserverlust .....................
...........Heizventil .....
....... Wapu [+Kühler] neu..............
.......... Zustand entscheidend verbessert.
............ noch ein paar Löcher aufmachen
............ oder einfach einmal fahren ............
............. Kühlwasser anschauen
Hallo Dirk,

nee, so easy würd ich das jetzt auch nicht sehen - Marc hat es Dir oben als "Totalrevision" angeraten.

Dein Kühlwasser wird sofort nach dem Warmlaufen wieder trübe aussehen (zeig uns gerne mal Fotos davon). Das heißt da ist mit Sicherheit noch jede Menge Schnodder drin und der muss sofort raus, sonst verlagerst Du den nur wieder unnötig - z.B. in deinen neuen Kühler und deine WaPu wird auch unnötig beansprucht, schleift evt. den Flügel runter usw. Ein Hitzeproblem wäre dann also nur ne Frage der Zeit. Dann wird aber evt. auch Deine Kopfdichtung bzw. Kopf schlapp machen.

Spül den Kreislauf lieber jetzt mehrfach mit hohem Druck und warmem Wasser gründlich durch - und auch den kleinen Hahn am Block öffnen so wie beschrieben - Heizkreislauf kannst erstmal stilllegen um den Druck zu erhöhen. Dann mit Kühlerreiniger und danach nochmal mehrfach klarspülen. Du wirst dich staunen (und dich freuen), was da alles noch kommt.

Hannes
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Re: Wasserverlust A1600

#65

Beitrag von Ralph-Peter » 6. Feb 2026, 09:36

Ich hatte auch schon Motorblöcke, die bis zur Hälfte hoch voll mit Rost und Schmodder waren. Wurden dann wirklich lange gespühlt. Froststopfen rauss und alles ab, dann teilweise mit Hochdruckreiniger in die Löcher geblasen und die Matsche ablaufen lassen. Teilweise musste ich die Wasserlöcher in den Köpfen mit Splinttreibern wieder aufschlagen oder Freibohren. Wenn die Motoren Jahrzentelang ohne Frostschutz betrieben wurden, ist da meißt alles dicht.Teilweise lagen die beim Motorenbauer noch mal tagelang im Ultraschallbad. Seitdem hatte ich nie wieder Probleme mit hoher Temparatur. Nur beim Healey BT 7, aber das hat wohl andere Gründe. :roll:

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MGA - Revision Kühlkreislauf - Schmodder rausspülen

#66

Beitrag von Liberolix » 6. Feb 2026, 12:25

Ralph-Peter hat geschrieben: 6. Feb 2026, 09:36 ............ Motorblöcke, bis zur Hälfte hoch voll mit Rost und Schmodder
............ Froststopfen raus und alles ab,
..............mit Hochdruckreiniger in Löcher geblasen und ......Schmodder rauslaufen lassen
............ Wasserlöcher in den Köpfen mit Splinttreibern wieder aufschlagen .... freibohren.
............ noch mal tagelang im Ultraschallbad.....................
ja klar mechanisch geht immer - das wäre dann die oben schon angeratene Totalrevision - bedeutet großen Aufwand. Aber so wie ich Dirk verstanden habe, ist der Motor vorher eigentlich noch "ohne groß Probleme" gelaufen. Auch wenn Zweifel bestehen, das dabei echte Temperaturspitzen erfasst wurden, kann es Sinn machen zunächst ohne Zerlegen das System gründlich zu spülen. Einen Versuch ist es zumindest wert - zur Vorgehensweise ist ja oben schon einiges gesagt worden. Wer Chemie zum lösen von Kalk und RostRuckständen benutzen will, kann auch erstmal mit organischer Säure (Zitronensäure - milder als Essigsäure) probieren. Allerdings braucht sowas Zeit zum einwirken und funktioniert besser je höher die Temperatur - man sollte also versuchen Motor und LösungsMittel 30-60 MInuten warm (30-50°C) zu haben und zu halten.

Und klar sollte man dann später nicht blind den Armaturen im Fahrzeug bzw TempGeber am Block vertrauen, sondern diese abgleichen und tatsächliche MotorTemperatur auch mit Werkstattgeräten überprüfen (z.B. Infrarot-TempMeßgerät etc.).

Hannes
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Re: Wasserverlust A1600

#67

Beitrag von Ralph-Peter » 6. Feb 2026, 13:06

Ich bin da wohl etwas konsequenter. Und als Selbstschrauber halten sich die Kosten dann auch echt in Grenzen.
So ein Motor ist in 1-2 Stunden komplett zerlegt. Ein erforderlicher Dichtungssatz hält sich, von den Kosten her, auch echt in Grenzen.
Wenn beim Zerlegen dann defekte Teile auftauchen ist doch super. Dann hat sich die ganze Aktion doch erst recht gelohnt und war nötig. Ist doch fast immer so bei den alten Triebwerken. Die Motoren laufen noch, aber beim Zerlegen fallen einem defekte Ventilführungen, Ventilsitze, Lagerschalen usw... auf. Dann macht Mann (oder Frau) das eben neu und alles ist besser als vorher, oder?! Defekt ist defekt. Sich selber da die Scheuhklappen aufsetzen und nur außen rum so ein bischen Rumbasteln und sich zu sagen " Außen war zwar alles Schlecht, aber innen drinn wird schon alles ok sein" :oops: ist für mich immer der falsche Weg. dann fängt mann nach kurzer Zeit wieder an, weil wieder etwas nicht funzt.
Ich möchte mit meinen Fahrzeugen, in Zukunft, immer mit einem ruhigen Gewissen losfahren können und mir selber sagen "ich habe alles gemacht was möglich/nötig war".
Zusammenbau ist dann auch mal ein Samstag und dann ist alles Tip Top. Unser MGB 18V Motor hat mich insgesamt ca.1500 Euro gekostet. Neue Kolben, Kurbelwelle schleifen, Neue Lager, Nockenwelle, Ventilführungen tauschen, Sitze schleifen, neue Ventile, Kopf und Zylinder planen,Steuerkettensatz, Dichtsatz, Kupplung, Wasserpumpe, Lackieren. das komplette Programm. Die Probefahrt nach der Totalrestaurierung des B ging dann überr 5000 km über Frankreich Italien Korsika u.z.. Werkzeug habe ich nur zum Zusammenbau unseres Holzkohlegrills angefasst.

Gleich Richtig ist Wichtig!!!!

Diese ganzen Bastelversuche und Misserfolge führen meißt zu noch mehr Arbeit und Kosten. Mag jetzt nach Besserwisser klingen oder "Ich bin der Held", soll es aber nicht. Ist einfach Lebens,-oder Schraubererfahrung und als Tipp zu verstehen.

Aber, ich weiß, Selberschrauber haben gut Reden. Wenn jemand auf Werkstätten angewiesen ist, was ich auch gut verstehen kann und auch nicht die erforderlichen Kontakte vorhanden sind, dann kann es extrem teuer werden, bei den überzogenen Stundenlöhnen in dieser Zeit.
Es kann nicht jeder alles können, ist ja auch logisch und kein Problem.

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Re: Wasserverlust A1600

#68

Beitrag von marc-ks » 6. Feb 2026, 13:42

Naja, Zerlegen mit Reinigen sind schon ein paar Stunden mehr, insbesondere wenn Du die Kurbelwelle rausnimmst. Auseinanderbauen, reinigen, vermessen, Teile beschaffen und wieder zusammenbauen ist auch schon etwas fortgeschritten. Realistisch braucht man für so einen Motor schon 15h, auch Kühlkanäle reinigen ist sehr zeitintensiv. Und nicht zuletzt, Motoraus und -einbau sind auch 8-10h. Das sollte man alles nicht unterschätzen, auch meine einfache Zylinderkopfdichtung hat mich bestimmt 15h gekostet (mit Einschleifen der Ventile). Die Köpfe sitzen manchmal sehr fest.

Ich würde auch zunächst versuchen den Kühlkreislauf im eingebauten Zustand zu reinigen. Was man aber auf keinen Fall machen sollte ist einem Motor, der augenscheinlich innerlich derart verschmoddert ist, einen neuen Kühler zu gönnen, denn der wird sofort verschlammt.
Grüße Marc
#2315

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Re: Wasserverlust A1600

#69

Beitrag von Noddy » 6. Feb 2026, 14:29

Hallo :)

Wenn ich mir das Heizungsventil ansehe denke ich auch mit spülen ist es nicht getan. Den Kopf abnehmen, Froststopfen raus und alles erreichbare frei puhlen sollte fällig sein.

Grüße
Micha
#2303

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MGA - Kühlkreislauf Totalrevision vs. Schmodder rausspülen

#70

Beitrag von Liberolix » 7. Feb 2026, 11:35

marc-ks hat geschrieben: 6. Feb 2026, 13:42 .........versuchen Kühlkreislauf im eingebauten Zustand zu reinigen.

Was man auf keinen Fall machen sollte........
........[wenn] innerlich derart verschmoddert
....... [nur] neuen Kühler
....... wird sofort wieder verschlammt.
Hallo MG-Freunde,

das hört sich oben alles sehr lässig an......
bitte dran denken, wie es früher war, als das alles noch Neuland auch für uns war. Ohne einen geduldigen Könner an der Seite waren kleine ZerlegeArbeiten immer mit der Frage verbunden "krieg ich das alleine jemals wieder zusammen?"
Die meisten hier hatten ja doch jemand daneben stehen oder zumindest in Rufweite und wenn sich nirgends jemand fand, dauerten Lapalien manchmal ewig.

Wir wissen doch alle - nicht immer geht alles glatt - besser gesagt meistens eher nicht. ;)
Und Werkzeug, man braucht soviel und immer noch irgendwas, was man doch nicht hat - wie war das denn früher ohne den ganzen Kram.
Tja, da waren natürlich immer die Könige gewesen, die einen Papa mit Werkstatt hatten. Und die wussten dann immer alles..........aber
Keiner weiß alles - und die, die es trotzdem tun :roll:

Im eingebauten Zustand einen ordentlich verwachsenen ZylinderKopf heil runter zubekommen, kann auch für Könner eine Geduldsache sein, bei der Tage und Wochen vergehen und bei sowas brauchen sogar auch alte Hasen mal Tipps von anderen alten Hasen. :D

Also lass mal lieber Dirk helfen [und Mut machen] beim ordentlich durchspülen - erstmal - solange der Schnodder noch feucht und leicht lösbar ist. Wenn man das ordentlich macht, ist das auch aufwändig - immer wieder spülen und nochmal, bis nix mehr kommt - das dauert auch, ist aber machbar. Und keine Werkstatt macht das besser als man selber.

Hannes
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Re: Wasserverlust A1600

#71

Beitrag von Dirk69 » 7. Feb 2026, 17:42

Vielen Dank Hannes, Mut zusprechen hilft immer.
Kleines Update. Nach sage und schreibe 4 Stunden hatte ich endlich die Abdeckung vom Thermostat runter.
Ich habe den alten Kühler mit warmen Wasser gefüllt und ordentlich geschüttelt, es kam leicht trüb heraus, aber keine Ablagerungen!
Meine Vorgehensweise schaut nach einigem überlegen so aus.
Neuer Kühler wieder raus, den Heizkreislauf abklemmen und den Motor spülen, dann den alten Kühler wieder einbauen und ohne Thermostat und Kühlerreiniger eine Runde fahren, dann mal schauen was sich alles gelöst hat. Dann schauen wir weiter. Ich halte euch auf dem laufenden.
Gruß Dirk

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Re: Wasserverlust A1600

#72

Beitrag von andreas.clausbruch » 7. Feb 2026, 18:21

Hallo Dirk,
meinerseits: festes Daumendrücken. Wird schon....
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Wasserverlust A1600

#73

Beitrag von 105octane » 7. Feb 2026, 19:50

Ohne Thermostat fahren ist auf jeden Fall keine gute Idee.

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Re: Wasserverlust A1600

#74

Beitrag von marc-ks » 7. Feb 2026, 20:20

105octane hat geschrieben: 7. Feb 2026, 19:50 Ohne Thermostat fahren ist auf jeden Fall keine gute Idee.
Für die Motorreinigung würde ich auch ohne Thermostat fahren. Ich habe seinerzeit Zitronensäure verwendet.
Grüße Marc
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MGA - Kühlkreislauf Schmodder rausspülen - mit Zitronensäure wiederholen

#75

Beitrag von Liberolix » 8. Feb 2026, 12:02

Hallo Dirk,

ja genau so - mit dem alten Kühler warm fahren und ruhig ohne Thermostat - ist ja provisorisch und grobe Ablagerungen sollen mit Schwung rausgespült werden.

Wenn das Gröbste raus ist und kaum noch Trübung - erst dann mit heißer Zitronensäure (oder Kühlerreiniger) wiederholen. Dieses Gemisch einfach auch kurz wieder warmfahren und 30-60Min drin wirken-abkühlen lassen. Wirst sehen wie trüb das dann wieder rauskommt. :D

Tip: in Wanne laufen lassen und begutachten - im ablaufenden Schwall kann man nicht viel erkennen.

ganz wichtig:
Zum vollständigen Entwässern muss auch dieser kleine KühlwasserAblaufHahn (Messing) aufgemacht werden
- sitzt rechts am Motorblock - halbhoch hinten oder mittig - (glaube der ist auch beim MGA).
WasserAblaufhahn-Motorblock.jpg
oft muss man den komplett rausschrauben/zerlegen und gangbar machen.
Wenn da aus dem Block hinten kein Wasser kommt, mal mit Draht/Fahrradspeiche stochern - manchmal kommt dann immer noch nichts, weil verhärtet und verstopft (man fühlt/hört nur RostKrümel). Dann mit Wasser versuchen - z.B. mit mediz.Einwegspritze /Wasserpistole reindrücken und rauslaufenlassen - da hinten auch solange probieren bis Verbindung zum Kühlwasser vorne wieder hergestellt ist.

geduldig + kreativ hilft immer
Hannes

P.S
Vorteil von Zitronensäure(Kalk+Rostlöser) : schwache organische Säure - ungiftig - günstig
Nachteil: bildet wasserunlösliches CalciumCitrat (schwer lösbar)
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Re: Wasserverlust A1600

#76

Beitrag von Gagamohn » 8. Feb 2026, 12:30

Bei meinem A, war der Motor auch ordentlich verschmoddert. Im Kopf und Block waren die Wasserkanäle fast alle zu. Aus dem Ablasshahn kam kein Tropfen.
Ich habe alle Froststopfen raus genommen und mit Schweißdraht durchgestochert und gespült.

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Re: Wasserverlust A1600

#77

Beitrag von marc-ks » 8. Feb 2026, 12:33

Vielleicht noch zur Ergänzung, man hat keine Chance von unten den Kanal zu öffnen, das geht eigentlich nur bei abgebautem Kopf und mit einer Bohrwelle von oben. Selbst bei guten Blöcken ist da quasi immer zu, weil das Wasser dort steht. Selbst wenn da nichts rauskommt ist das kein Beinbruch. Eher ein Projekt, wenn der Motor mal ausgebaut ist. Spätere Modelle haben dort nur einen Verschlussbolzen. Ist eigentlich praktischer als der Hahn, da dieser selbst wenn da noch Wasser kommt, sofort verstopft.
Grüße Marc
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MGA - Kühlkreislauf Motorblock Ablaufhahn - freispülen

#78

Beitrag von Liberolix » 8. Feb 2026, 16:10

marc-ks hat geschrieben: 8. Feb 2026, 12:33 ...... Verschlussbolzen ......... praktischer als Hahn ............weil der..... sofort [wieder] verstopft
klar kann man statt dieses filigranen Hahns auch was anderes einbauen - verschließbarer Hahn ist aber schon praktisch - gibt sowas ähnliches hier vom TR6 (schätze gleiches Gewinde),
WasserAblaufhahn-Motorblock2.jpg
da lässt sich dann auch ein Schlauch draufstecken.

Freistochern und Spülen hat bei mir bisher immer auch schon im eingebauten Zustand geklappt. Bei abgebautem Hahn mit Spritze solange Wasser ins Loch reinpumpen+gleichzeitig stochern bis dann nach und nach immer mehr Brühe zurückkommt - irgendwann hat man es frei gespült und es läuft ordentlich. Dann muss vorne an der Wapu (unten) natürlich der Ablauf zu sein und oben über die Thermostatöffnung wird Wasser nachgefüllt und weiter gespült bis hinten am Block nur noch klares Wasser kommt. Zwischendurch immer mal wieder stochern und flexible Bohrwelle ist natürlich ne gute Idee, wenn man damit gut reinkommt gehts evt. sogar noch weiter.

Hannes
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Re: MGA - Kühlkreislauf Motorblock Ablaufhahn - freispülen

#79

Beitrag von marc-ks » 8. Feb 2026, 16:27

Liberolix hat geschrieben: 8. Feb 2026, 16:10
marc-ks hat geschrieben: 8. Feb 2026, 12:33 ...... Verschlussbolzen ......... praktischer als Hahn ............weil der..... sofort [wieder] verstopft
klar kann man statt dieses filigranen Hahns auch was anderes einbauen - verschließbarer Hahn ist aber schon praktisch - gibt sowas ähnliches hier vom TR6 (schätze gleiches Gewinde),

WasserAblaufhahn-Motorblock2.jpg
da lässt sich dann auch ein Schlauch draufstecken.

Freistochern und Spülen hat bei mir bisher immer auch schon im eingebauten Zustand geklappt. Bei abgebautem Hahn mit Spritze solange Wasser ins Loch reinpumpen+gleichzeitig stochern bis dann nach und nach immer mehr Brühe zurückkommt - irgendwann hat man es frei gespült und es läuft ordentlich. Dann muss vorne an der Wapu (unten) natürlich der Ablauf zu sein und oben über die Thermostatöffnung wird Wasser nachgefüllt und weiter gespült bis hinten am Block nur noch klares Wasser kommt. Zwischendurch immer mal wieder stochern und flexible Bohrwelle ist natürlich ne gute Idee, wenn man damit gut reinkommt gehts evt. sogar noch weiter.

Hannes
Die Bohrwelle geht nur von oben bei abgebautem Kopf. Der Kanal macht hinter dem Hahn einen 90° Knick nach links und geht im ca. 30° Winkel nach oben.
Grüße Marc
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Re: MGA - Kühlkreislauf Motorblock - WasserAblaufhahn - Kanal freistochern

#80

Beitrag von Liberolix » 9. Feb 2026, 16:19

OK, aber Kopf soll ja erstmal nicht runter.

Dachte da eher an was flexibles - dann eben mal mit alter Tachowelle versuchen - oder aus dem Klempnerbedarf bedienen. Z.B. RohrreinigungsSpirale für Abflussrohr - gibt es auch dünner und mit schmalem Kopf - zur Not den BohrKopf entfernen. :idea: Ansonsten fällt mir noch das AbflussRohrSpülset von Aldi ein - sowas mit durchsichtigem Schlauch und Anschlussstücken für den Wasserhahn....

Hannes

P.S. - habs damit noch nicht gemacht - ausprobieren - mein Memo für die nächste OP ;))
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