Wasserverlust A1600

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Noddy
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Re: Wasserverlust A1600

#41

Beitrag von Noddy » 30. Jan 2026, 00:44

marc-ks hat geschrieben: 30. Jan 2026, 00:17 Zumindest für den B sind die Alukühler sehr gut, allerdings ist Limora dafür nicht die beste Adresse. Die AKS Kühler gibt es um die 200€.
https://stevens-shop.de/KUEHLER-MGA-brandneu/1011-08

Man beachte den Hinweis :bored:
#2303

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marc-ks
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Re: Wasserverlust A1600

#42

Beitrag von marc-ks » 30. Jan 2026, 08:26

Alukühler haben kein engmaschigeres Netz, das sich wohl im A tatsächlich negativ auswirken kann, eher im Gegenteil. Alukühler Punkten durch die Materialeigenschaften und die sehr gute Wärmeabgabe, fast doppelt so hoch wie Messing bei gleicher Oberfläche. Haben wir hier aber schon diskutiert.
Grüße Marc
#2315

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Dirk69
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Re: Wasserverlust A1600

#43

Beitrag von Dirk69 » 31. Jan 2026, 07:54

Seis drum, der Zustand jetzt ist sicherlich besser als der zuvor! Es ist für mich kein Alltagsfahrzeug sondern ein reines Sonntags und schön Wetterauto. Aber schon interessant wie die einzelnen Meinungen sind.
Jetzt habe ich ja einen Alukühler an einem Gussmotor. Sollte man beim Kühlmittel etwas beachten? Ich denke hier kann man auch etwas falsch machen?
Gruß Dirk

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marc-ks
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Re: Wasserverlust A1600

#44

Beitrag von marc-ks » 31. Jan 2026, 10:51

Tatsächlich ensteht durch den Alukühler eine messbare Spannung. Die elektrochemische Korrosion beruht auf der Bildung eines galvanischen Elementes. Werden zwei in der elektrochemischen Spannungsreihe weit auseinander stehende Metalle „gefügt“, löst sich das unedlere Metall bei Zugabe einer elektrisch leitenden Flüssigkeit (Elektrolyt) auf. Das unedlere Metall verbindet sich mit dem Elektrolyt und wird so zerstört.
Ladung von:

-Aluminium:-1,66
-Eisen:-0,44
-Kupfer:+0,34
Versuch den Kühler isoliert zu montieren. Als Kühlflüssigkeit empfehle ich AG11 von Mannol. Silikathaltig.
Grüße Marc
#2315

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PepeHD
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Re: Wasserverlust A1600

#45

Beitrag von PepeHD » 31. Jan 2026, 15:48

....oder nutze eine Opferanode.

CCCarer
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Re: Wasserverlust A1600

#46

Beitrag von CCCarer » 31. Jan 2026, 16:30

Oder einfach nur Kühlflüssigkeit Glysantin G48 oder Vergleichbares einfüllen. Es gibt sehr viele alte britische Motoren in Gemischtbauweise, Grauguss, Aluminium, z.B. Jaguar 6 Zylinder, Daimler 8 Zylinder, etc. Mit diesem Frostschutz in Mischung 1 : 3 Teile Wasser oder hochkonzentrierter entsteht keine Korrossion.

Rob

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Re: Wasserverlust A1600

#47

Beitrag von 2sheep » 1. Feb 2026, 09:21

Gemischte Bauweise Guss/Alu war/ist nicht nur in England lange praktiziert worden.
Mit oben genannten Kühlmitteln gar kein Problem zu erwarten.

viele Grüße

Matthias

Dirk69
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Re: Wasserverlust A1600

#48

Beitrag von Dirk69 » 1. Feb 2026, 09:41

Okay, vielen Dank für die Informationen. Gestern konnte ich noch die Schläuche erneuern und die obere Schraube des Heizventils entfernen, die untere Schraube ist ja abenteuerlich zu erreichen. Aus der Erfahrung und mit meinem Glück wird sie abreißen. Ich trinke mir noch etwas Mut mit Kaffee an, dann gehe ich raus.

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Re: Wasserverlust A1600

#49

Beitrag von Ralph-Peter » 3. Feb 2026, 09:32

Das mit dem Alukühler und dessen Auflösung hatte ich mal bei meinem 59er Chevy Pickup. China Alukühler vorgebaut. Kühlleistung war schon ganz gut, Nur nach ein paar Jahren wurde er undicht. Im unteren Bereich hat sich das Netz aufgelöst. Die Lamellen waren wie Butter und ich konnte sie zwischen den Fingern wie eine Paste zerreiben. Der Block ist ein Gussblock und ich habe immer AG11 Kühlerfrostschutz drinn.
Bei meinem Austin Healey BT 7 hatte ich aber mal ein anderes seltsames Phänomen. Da ist der Block ja auch aus Guss und der Limora Kühler aus Stahl. Die Kühlleistung war unterirdisch. Zusätzlich hat sich das Kühlmittel noch in wiederlichen Glibber verwandelt. Der Thermostat war förmlich zugeschleimt. Überall hatte ich Ablagerungen wie Gelee. Der Kühler wurde dann auch undicht und ich habe ihn gegen einen Bastuck Kühler getauscht. Dieser kühlt wesentlich besser. Das Problem mit dem Kühlmittel ist bisher nicht mehr aufgetreten.

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Re: Wasserverlust A1600

#50

Beitrag von marc-ks » 3. Feb 2026, 11:37

Man kann den Spannungsabfall mit dem Multilmeter im Kühlwasser gut messen, irgendwo stehen auch die Grenzwerte. Außerdem kann man den Kühler sehr einfach isoliert montieren, auf einer Gummiauflage und mit Kunststoffbolzen. Der Glibber entsteht wenn man silikathaltige mit silikatfreien Kühlmitteln mischt. AG11 ist quasi G48 und silikathaltig. Häufiges Problem der aktuellen Messingkühler ist der geringe Kupferanteil (im Vergleich zu früher), wodurch der Zinkanteil steigt und die Wärmeabgabe sinkt. Je gelber der Kühler desto schlechter, gute Kühler sind rötlich.
Grüße Marc
#2315

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Re: Wasserverlust A1600

#51

Beitrag von hamoos » 3. Feb 2026, 22:13

Hallo Marc,
wie misst du den Spannungsabfall im Kühlwasser mit dem Multimeter? Ich hab echt keine Vorstellung wie das geht. :helpsign:
Danke, Harald

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Re: Wasserverlust A1600

#52

Beitrag von marc-ks » 3. Feb 2026, 23:48

Multimeter auf 200mV oder 2V Gleichstrom stellen. Eine Messleitung ins Kühlwasser, eine an den Block oder den Kühlerkasten. Idealerweise fällt keine Spannung ab.
Grüße Marc
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Re: Wasserverlust A1600

#53

Beitrag von marc-ks » 4. Feb 2026, 12:43

20260204_122340_copy_1512x2016.jpg
Ab 1,65V (hier 0,53V) sollte man sich Gedanken machen. Mit der Zeit nimmt die Spannung zu. Nach ca. 3-5Jahren das Kühlmittel wechseln.
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Grüße Marc
#2315

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Re: Wasserverlust A1600

#54

Beitrag von marc-ks » 4. Feb 2026, 12:59

Sind natürlich 0.053V, muss aber dazu sagen, dass das Kühlmittel ganz frisch ist, hatte gerade eine defekte Kopfdichtung. Normal sind so knapp unter 1V.
Grüße Marc
#2315

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Re: Wasserverlust A1600

#55

Beitrag von CCCarer » 4. Feb 2026, 13:17

Verstehe ich das richtig? Wenn ich den Kühler gegen Masse isoliere, kann ich zwischen Kühler und Masse eine kleine Glühbirne zum leichten bringen. Müsste ja dann wie eine Batterie funktionieren.
Rob

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Re: Wasserverlust A1600

#56

Beitrag von Noddy » 4. Feb 2026, 13:23

CCCarer hat geschrieben: 4. Feb 2026, 13:17 Verstehe ich das richtig? Wenn ich den Kühler gegen Masse isoliere, kann ich zwischen Kühler und Masse eine kleine Glühbirne zum leichten bringen. Müsste ja dann wie eine Batterie funktionieren.
Rob
Du könntest auch Radio hören. :driving:

https://www.radiomuseum.org/forum/apfel ... steln.html

Grüße
Micha
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Re: Wasserverlust A1600

#57

Beitrag von CCCarer » 4. Feb 2026, 15:38

Das ist ja wieder das Prinzip, warum man an den Fahrzeugen in UK vor 1967 das Pluspotential an Masse gelegt hatte.

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Re: Wasserverlust A1600

#58

Beitrag von Dirk69 » 5. Feb 2026, 08:30

Mal schauen ob das mit den Bildern klappt...
Ich habe zwischenzeitlich fast alles fertig, bin sichtlich erschrocken als ich die Wasserpumpe gesehen habe. Aber undicht scheint sie nicht gewesen zu sein. Das Heizventil schaut auch cool aus, ich denke da ist die letzten 6 Jahrzehnte kein Wasser durchgeflossen, wie zubetoniert.
Für euch Profischrauber ist das vielleicht nichts besonderes, aber ich bin schon etwas stolz, das so hinbekommen zu haben. Bin ja eigentlich Schreiner.
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Re: Wasserverlust A1600

#59

Beitrag von marc-ks » 5. Feb 2026, 09:35

Hallo Dirk,
so wie diese beiden Teile aussehen, bedarf es einer Totalrevision des Kühlkreislaufs Deines Motors. Du musst davon ausgehen, dass nahezu sämtliche Kühlkanäle verschlossen sind. Schau kritisch in dem Bereich wo die Wasserpumpe montiert ist, am besten mit einem Endoskop, in den Block und bei abgebauten Thermostatdeckel in den Kopf. Weder ein neuer Kühler noch eine neue Wasserpumpe können das Problem lösen.
Grüße Marc
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MGA - Revision Kühlkreislauf - Ablagerung Sediment rausspülen

#60

Beitrag von Liberolix » 5. Feb 2026, 17:53

marc-ks hat geschrieben: 5. Feb 2026, 09:35 .......so wie diese beiden Teile aussehen, bedarf es einer Totalrevision des Kühlkreislaufs ...........
............sämtliche Kühlkanäle verschlossen sind..................
Hallo Dirk
nur keine Panik - natürlich blöd, aber sowas hatten wir doch alle schon - wahrscheinlich zu lange ohne Frost/Rostschutz gefahren.

es wird also noch jede Menge Rost /KalkAblagerung im Motorblock sein. Versuch erstmal den Motorblock ordentlich durchzuspülen - ohne Kühler und mit dem Gartenschlauch - mit ordentlich Druck oben rein und unten raus - am besten in ne große Schüssel zum begutachten ob schon sauber. So kann man schon ne Menge Schlamm rausbefördern. Und all das lose Sediment, was sich abgelagert hat, kriegt man am besten jetzt raus, solange die Kanäle noch naßfeucht sind. Wenn das erstmal angetrocknet ist, wirds schwieriger. Also durchspülen bis unten dann irgendwann klares Wasser kommt. Wenn dann der ganze Schlamm raus ist, kann man später noch mit Chemie versuchen feste KalkAblagerungen zu lösen - sog. Kühlerreiniger wirken da oft noch ganz ordentlich.
Würde auf jeden Fall auch mal über den EntwässerungsHahn hinten am Motor entwässern - da ggfs auch mal mit Fahrradspeiche im Block rumstochern bis klares Wasser kommt. Aber vorsicht - der Hebel vom Hahn bricht leicht ab - wenn der nicht gangbar oder verstopft ist, lieber einfach gleich komplett vom Motor abschrauben und auf der Werkbank bearbeiten......

Hannes

P.S. ist natürlich Abwägungssache - aber Versuch macht kluch.
Froststopfen rausnehmen / zerlegen und mechanisch bearbeiten kann man ja immer noch...
wo nicht gestritten wird, existiert keine Demokratie - erfordert Mut zum Denken und Respekt vor anderen Meinungen - ohne zu poltern oder verächtliches Verhalten - in der Debatte hat jeder seine Verantwortung

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