Vorstellung MGB GT 1968 RHD

Der Name sagt eigentlich fast schon alles - der lockere Plausch rund um das Thema MG und andere britische Fahrzeuge ist hier die Hauptsache.

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Sebring 5.0
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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#31

Beitrag von Sebring 5.0 » 30. Jan 2023, 20:14

Hallo Eric,

es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber der Wagen hat Rostschäden rundherum, Du wirst nicht umhin kommen, den ganzen Wagen zu zerlegen :( .
Da werden sehr viele Rostlöcher zum Vorschein treten, nicht nur ein paar.
Alleine schon der Boden links (Fußraum), ein glattes Blech ohne die Sicken. Das lässt darauf schließen, dass der gesamte Schwellerbereich gelitten hat.
Vom Bereich B-Säule/Seitenwand unten habe ich jetzt keine Bilder gesehen, aber meiner Meinung nach wurde das auch zugespachtelt......
Auch die Bilder hinten, da sieht man deutlich, dass viel gespachtelt wurde.
Ohne Komplettrestaurierung wird dieser MGB nicht mehr auf die Straße kommen, sorry :( .

Zum Motor, in meinem Pullhandle ist auch ein Ivor Searle Motor verbaut. Ich habe die Firma auch angeschrieben, und genauso wie bei Dir konnten sie mir keine Auskunft geben.
Mein Auto ist 10/64. Nur bis 1964,5 war der dreifach gelagerte Motor mit der Drehzahlmesserwelle verbaut, danach elektronisch.
IMG_8403.JPG
Gruß

Rüdiger
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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#32

Beitrag von Noddy » 30. Jan 2023, 22:15

Hallo :)

Der Fussraum ist ein Beispielbild von Andreas.

Die gezeigte Kofferraumecke ist nicht so dramatisch, die Seite zum Seitenteil ist nicht verschweißt und so wird da der Lack nicht im sichtbaren Bereich zerstört. Kritischer ist die Nase unter der Rückleuchte, wenn man da die Unterseite saniert wird mit Sicherheit Lack im Sichtbaren Bereich überhitzt, wobei bestimmt auch der sichtbare Bereich der Nase zugespachtelte Löcher aufweisen dürfte.

Die Schürze sieht insgesamt nicht vertrauenswürdig aus, da wirds dann wohl weitergehen müssen. Ich möchte jetzt nicht auf den Rest spekulieren, auf die Kaufberatung habe ich ja am Anfang des Threads schon hingewiesen. Vielleicht kann man ja nach und nach die kritischen Sachen angehen, machbar ist eigentlich alles.

Grüße
Micha
#2303

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#33

Beitrag von Sebring 5.0 » 30. Jan 2023, 22:51

Noddy hat geschrieben: 30. Jan 2023, 22:15 Hallo :)
Der Fussraum ist ein Beispielbild von Andreas.

Grüße
Micha
Das habe ich später auch gemerkt, aber zu spät um es zu berichtigen ;).

Gruß

Rüdiger

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#34

Beitrag von marc-ks » 30. Jan 2023, 23:05

Hallo Micha, egal wie und wo Du die Substanz ausbesserst, Du dokterst an den Symptomen, es wird nie perfekt und mit jeder Baustelle machst Du eine Weitere auf. Und es kostet viel Geld und Nerven... Meine Meinung: Lassen wie es ist und z. B. mit Mike Sanders konservieren. Dann kann man noch 10 Jahre Spaß haben und dann richtig ran oder verkaufen. Vermutlich handelt es sich um eine relativ neue Lackierung, wenn die nach 10 Jahren noch gut steht, lohnt sich über eine Restaurierung nachzudenken. Wenn nach ein paar Jahren Risse und Blasen auftauchen, sollte man versuchen mit einem blauen Auge aus der Nummer herauszukommen.
Grüße Marc
#2315

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#35

Beitrag von andreas.clausbruch » 31. Jan 2023, 08:43

Hallo,
auch wenn ich Marc's Überlegungen/ Rat nachvollziehen kann, bleibe ich skeptisch. Ein solches Vorgehen würde ich erst nach einer kompletten Durchsicht in Betracht ziehen. Keinesfalls jedoch im Fall von sicherheitsrelenaten Rostschäden, wie zB Federaufnahmen.
Vielleicht schreibt Eric auch mal, wie es um seine handwerklichen Fähigkeiten steht. Als Nichttechniker habe ich über die Jahre schon einiges gelernt und kann zB einen Boden sachgerecht entfernen - sei es mit Dünnschleifen und Meisseln oder auch mit Anwendung eines Schweißpunktbohrers. In so fern bin ich bei Micha. Kenne allerdings auch meine Grenzen....
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#36

Beitrag von Noddy » 31. Jan 2023, 08:47

Hallo Marc :)

Es ist nicht das erste Auto was hier totgeschrieben wird aus der Vorstellung heraus wie der Rest dann aussehen muss. Das wissen wir doch noch garnicht, vermutlich hätte es das Auto garnicht bis in 2023 geschafft wenn nicht schon Schweller und Bodenbleche neu sind.

Man kann sich sehr schön gezielt Bereiche vornehmen ohne weitere Baustellen aufzumachen und nicht jeder will Perfektion und ist beim Auto aufbauen genervt.

Grüße
Micha
#2303

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#37

Beitrag von andreas.clausbruch » 31. Jan 2023, 09:20

Hallo,
Micha: x2 :-).
Könnte der MG nicht ein guter Kandidat für eine 'rolling restauration sein/werden'? Fahren, geniessen und nach und nach gut machen......
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#38

Beitrag von oport » 31. Jan 2023, 10:58

Das mit der Rolling restoration ist so eine Sache. Das kann man machen, wenn Rost kein Problem ist, sondern eher Technik/Optik/Innenraum/Originalität. Wenn doch (wofür es hier Anzeichen gibt), dann sollte man immer den "Ganz oder gar nicht" Ansatz fahren. Also entweder komplett zerlegen, sanieren und neu lackieren oder in Ruhe lassen, vielleicht konservieren und weiter fahren (wenn möglich). Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, da mich die Restaurierung meines grauen GT ein mehrfaches des Notwendigen gekostet hat. Ich habe erst Technik, Innenraum etc. machen lassen. Danach tauchten Rostprobleme an einigen Stellen auf, die ich vorher nicht gesehen habe (oder ehrlicherweise auch nicht sehen wollte, man ist beim ersten Oldie ja blauäugig und hat wenig Ahnung). Also alles wieder zerlegen, viele Blechteile prophylaktisch tauschen oder grundsanieren, dann wieder Technik einbauen und lackieren. Ist in der Reihenfolge keine gute Idee, finde ich.
CU OLAF
#1845

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#39

Beitrag von marc-ks » 31. Jan 2023, 11:04

Ich rede keine Fahrzeuge tot, ich beschreibe wie ich vorgehen würde. Sprich eine Bestandsaufnahme der neuralgischen Zonen/Schweller, Blattfederaufnahmen vorn und hinten, Fahrschemel, Unterschwellerschiene, Kastenprofil, Wagenheberaufnahme, Innenschweller, Keder vorn und hinten, Kastenprofil am Stehblech, Spritzblech Innenkotflügel (abschrauben), Scheibenrahmen, Batteriehalter etc.. Und dann entscheiden. Dafür reichen Schichtdickenmesser oder Magnet, Hebebühne, Hammer und Endoskop.
Ich vermute die Intension von Eric war keine Rolling Restauration und sowas muss man auch mögen. Wir wissen was Blech- und Lackierarbeiten bedeuten. Wenn sich ein schlechter Zustand bestätigen sollte, würde ich nur konservieren, abwarten und Fahren, bevor man irgendwann in die Vollen geht. Denn auch die Technik kann noch teure Überraschungen bereiten.
Olaf hat das gut auf den Punkt gebracht.
Grüße Marc
#2315

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#40

Beitrag von andreas.clausbruch » 31. Jan 2023, 11:13

Hallo,
grundsätzlich kann ich Olaf's Argumentation gut nachvollziehen. Meine persönlichen Erfahrungen sind etwas anders: ich bin gerade im letzten Stadium einer 'rolling restauration'. Allerdings habe ich (a) ex ante eine gründliche Analyse gemacht und (b) habe ich am Boden angefangen. Der Unterboden hat am meisten Zeit & Mühen (auch kostenmäßig) erfordert.
Einen MG komplett zu zerlegen käme für mich nicht in Frage. Mir würde das Fahrvergnügen fehlen. Wahrscheinlich würde ich sogar aufgeben....
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#41

Beitrag von Addi » 31. Jan 2023, 11:50

Hallo in die Runde,

von Interesse ist auch der Kaufvertrag. Privat oder beim Händler gekauft. Zugesicherte Eigenschaften im Vertrag? Zustandsnote? Konfrontation mit dem Verkäufer? Meiner Meinung nach reden / und sehen wir hier massive Schäden.

Gruß addi

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#42

Beitrag von Noddy » 31. Jan 2023, 12:56

Addi hat geschrieben: 31. Jan 2023, 11:50 Meiner Meinung nach reden / und sehen wir hier massive Schäden.
Was wir hier sehen ist kein Schaden, die Löcher würde in Deutschland der Tüv nicht bemängeln. Was beim Rest des Autos zu erwarten ist bleibt Spekulation solange wir keine weiteren Informationen bekommen. Warten wir doch erstmal neue Zustandsberichte ab.

Grüße
Micha
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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#43

Beitrag von andreas.clausbruch » 31. Jan 2023, 13:00

Hallo Micha,
ich würde addi's Hinweis durchaus in Betracht ziehen. Sofern es ein 'Händlerfahrzeug' ist, besteht hier sicherlich ein berechtigter Ansatzpunkt.
Immer aber: erst eine sachgerechte Analyse :-). Auch, wenn man das eigentlich vor dem Kauf macht.....
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#44

Beitrag von Noddy » 31. Jan 2023, 13:13

Hallo Andreas :)

Is ja alles für sich richtig, nur sind wir schonwieder auf Seite 3 mit totschreiben auf reine Spekulation.

Grüße
Micha
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Re: Vorstellung MGB GT 1968 RHD

#45

Beitrag von Sirdoneric » 31. Jan 2023, 20:54

Meine lieben Freunde des Britischen Blechs

Ich lese viel und will per sofort kein Besitzer des Autos mehr sein!!!!
Spass bei Seite - Ich habe beim Kauf viel geschaut und versucht zu prüfen, habe mich vorgängig natürlich auch informiert und eingelesen.
Für mich sieht die Basis nicht soooooo dramatisch schlecht aus. Schweller, Bodenbleche, etc. scheint alles ziemlich gut zu sein. Er hat ja auch vor 4 Jahren den Schweizer "Veteraneneintrag" bekommen und da sind sie sehr kritisch. Der Spengler meines Vertrauens kümmert sich nun um mein Heck. Ich war heute da und habe ihm das Austauschblech vorbeigebracht. Wenn er Ihn bei sich auf dem Lift hat (kann noch etwas dauern) wird er aber sowieso einen "Check" machen und sich das gute Stück mal von unten ansehen. Nach längerem Fachsimpeln meint er nur "Gemäss deinem Beschrieb, kann es gut sein, dass er einfach mal einen Heckschaden hatte und dieser leider sehr minimalistisch und schlecht gemacht wurde.

Ebenso war ich heute bei einem Schweizer MG Spezialisten. Dieser hat mir auch wieder viel Mut gemacht. Er meinte, dass das wohl alles nicht so schlimm sei. Alsbald mein Spengler fertig ist, werde ich bei diesem Vorbeigehen und mir noch seine Meinung über das Auto einholen.
Er meinte, er könne mit 10' Probefahrt und 10' auf dem Lift sagen ob sich das lohnt oder besser eine neue Basis her muss (ICH HOFFE NICHT - JETZT MAG ICH IHN SCHON).

Bezüglich meines technischen Könnens - ich bin gelernter Flugzeugmechaniker (Spezialisiert auf Triebwerke) und Schrauben ist meine Leidenschaft. Bin jedoch seit der Grundausbildung weg vom Handwerklichen und arbeite im Büro. Somit wurde der Beruf zum Hobby und findet nur noch in der Freizeit statt. Es mangelt daher wohl eher am Werkzeug, Zeit und Spezialtools oder Fachwissen.

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