Hauptlager Kappen gebrochen

Technische Hilfe für den Midget

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MBGT_ED
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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#46

Beitrag von MBGT_ED » 20. Sep 2022, 16:33

Hallo Max,
ich habe auch schon einiges rumgeschraubt und die Kurbelwelle bei meinem Lotus 3x wieder eingebaut, Gott sei Dank ohne Bruch. Zu einem geschweißten Teil an der Stelle mit den vermutlich höchsten Kräften hätte ich absolut NULL Vertrauen.
Zum Drehmomentschlüssel. Ich habe einen neuen mit Digitalanzeige, einen guten mit Klack und einen fürs Grobe mit 400Nm (Hazet). Den allen traue ich nicht uneingeschränkt, was mache ich daher ab und zu? Ich nehme meinen vierten, uralten Drehmomentschlüssel der eine "Biegestange" mit einem Zeiger hat und vergleiche die Beiden dann. Das ist zwar nicht absolut genau aber die Größenordnung passt. Damit habe ich schon einen € 35 Drehmomentschlüssel "nur" für die Radmuttern für unterwegs in den Schrott geschmissen da der immer wieder bei einem anderen Wert auslöste.
Viel Glück beim Schrauben wünscht Dir Klaus

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2sheep
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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#47

Beitrag von 2sheep » 20. Sep 2022, 20:20

Hallo,

schön, das der Fehler nun ziemlich eindeutig aufgeklärt werden konnte.
Solche Hülsen habe ich bei meinen Motoren (habe aber auch keinen Triumph) noch nicht gesehen, zusammen mit den schon fehlenden Scheiben eine böse (und hier auch noch teure) Falle.
Klar, hätte man sehen können… aber wer hat nicht schonmal solch fatale Fehler geschraubt ? :mrgreen:
Hoffentlich findet Max einen guten Motoreninstandsetzer und passende Teile.

viele Grüße

Matthias

PS: Wie prüft ihr eure Drehmomentschlüssel? Sicher ein Interessantes Thema.

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#48

Beitrag von kuepper.remscheid » 11. Okt 2022, 18:11

Hallo Max du alter Zerstörer ( Ironie ),
Wie weit bist du ?
Welche praktikable Lösung hast du angewandt ?
Besten Gruß
Stefan

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#49

Beitrag von MG Skipper » 11. Okt 2022, 20:01

PS: Wie prüft ihr eure Drehmomentschlüssel? Sicher ein Interessantes Thema
Vor vielen Jahre war ich in meiner Bundeswehrzeit für die Kalibrierung von Drehmomentschlüsseln auf einem Fliegerhorst zuständig. Soweit ich mich erinnern kann war der Kalibrierstand im Wesentlichen ein Hebel mit einem Gewicht. Durch die kreisförmige Bewegung ändert sich der Hebelarm des Gewichtes und damit das Drehmoment. Dies konnte dann an einer Skala ablesen.
Grüße aus dem Rheinland

Dieter

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#50

Beitrag von andreas.clausbruch » 12. Okt 2022, 14:14

Hallo Matthias,
eine Drehmomentschlüssel ist aus meiner Sicht ein Präzisionswerkszeug. Zudem ist der Einsatzbereich klar definiert. Folglich habe ich für die kleineren Schrauben einen Schlüssel, der bis 20 Nm reicht und einen für höhere Anzugsmomente. Beide gebe ich alle 2-3a zum Hersteller (Hazet) und lasse sie neu kalibrieren.
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#51

Beitrag von kuepper.remscheid » 12. Okt 2022, 15:56

andreas.clausbruch hat geschrieben: 12. Okt 2022, 14:14 Hallo Matthias,
eine Drehmomentschlüssel ist aus meiner Sicht ein Präzisionswerkszeug. Zudem ist der Einsatzbereich klar definiert. Folglich habe ich für die kleineren Schrauben einen Schlüssel, der bis 20 Nm reicht und einen für höhere Anzugsmomente. Beide gebe ich alle 2-3a zum Hersteller (Hazet) und lasse sie neu kalibrieren.
Octagonale Grüße Andreas
Genau so ist es richtig !
Ich gebe auch ( allerdings in unregelmäßigen Zeitabschnitten ) meine Drehmomentschlüssel nach Hazet…..
Ist sehr praktisch, da die Firma Hazet in Remscheid sitzt …..

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#52

Beitrag von 2sheep » 12. Okt 2022, 20:27

Hallo ihr beiden,

da ich zufälligerweise auch Hazet Werkzeug nutze (seit vielen Jahren), wie genau läuft da das Prozedere und wieviel kostet der Spaß?
Und wie lang ist das Werkzeug dann beim Hersteller zur Bearbeitung?
Nur, damit ich das mal abschätzen und planen kann.

viele Grüße

Matthias

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#53

Beitrag von kuepper.remscheid » 12. Okt 2022, 20:52

Die Fragen muss dir Andreas beantworten, denn ich gebe es einem Bekannten mit und kann es am nächsten Tag wieder abholen.

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#54

Beitrag von andreas.clausbruch » 13. Okt 2022, 10:41

Hallo Matthias,
Antwort kommt per PM
Octagonale Grüße Andreas

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#55

Beitrag von 2sheep » 13. Okt 2022, 12:31

Alles klar ,

danke Andreas

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#56

Beitrag von marc-ks » 13. Okt 2022, 12:52

Ganz ehrlich, das wäre mir viel zu aufwendig für den Hobbygebrauch, ich habe allerdings auch keine Drehmomentschlüssel von Hazet, sondern 2 im 30€ Bereich. Und die sind zueinander meine Referenz, wenn ich etwas anziehe und den Eindruck habe, dass die eingestellte Kraft nicht zum Klick passt, kontrolliere ich mit dem Zweiten. Es gab noch nie eine signifikante Abweichung.
Grüße Marc
#2315

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Re: Hauptlager Kappen gebrochen

#57

Beitrag von 2sheep » 13. Okt 2022, 19:14

Hallo Marc,

ich werde jetzt auch nicht dauernd meinen Schlüssel kalibrieren lassen, und, ja, man hat es im Gefühl, wie fest etwas ist, zumindest wenn man schon ein paar Jahre Schraubt.
Aber mein 1/2" Hazet ist von 1989, und ich wette, er läuft noch ziemlich gut, aber wenn's möglich ist und keine Unsummen kostet wäre es schön da mal wieder Gewissheit zu haben.
Oft ist ja auch weniger das genaue Moment, sondern ein gleichmäßiges Moment an mehreren Stellen wichtig- Stichwort Gehäusedeckel, Zylinderköpfe, o.ä.
Ein richtiges Kalibrier- Managment brauch ich als Hobbyist nicht, zum Glück :D (wer sowas mal professionell organisieren mußte, weiß, was ich meine...).

viele Grüße

Matthias

SimoneD
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Re: Qualität Drehmomentwerkzeug

#58

Beitrag von SimoneD » 16. Okt 2022, 08:09

marc-ks hat geschrieben: 13. Okt 2022, 12:52 Ganz ehrlich, das wäre mir viel zu aufwendig für den Hobbygebrauch, ich habe allerdings auch keine Drehmomentschlüssel von Hazet, sondern 2 im 30€ Bereich. Und die sind zueinander meine Referenz, wenn ich etwas anziehe und den Eindruck habe, dass die eingestellte Kraft nicht zum Klick passt, kontrolliere ich mit dem Zweiten. Es gab noch nie eine signifikante Abweichung.
Gerade im Bereich Präzision sträuben sich mir bei solchen Sparmaßnahmen die Nackenhaare. Auch im Hobbybereich !

Der Unterschied zwischen guten Markendrehmos und der 30-EUR-Fraktion ist ganz einfach:

Ein bereits ab Werk kalibrierter (Zertifikat bei Lieferung dabei gewesen?) Drehmo hat eine Auslösegenauigkeit im Bereich von maximal 2-4 Prozent. Diese lässt sich auch nach vielen Jahren der Nutzung immer wieder bei einer Wartung und Re-Kalibrierung wiederherstellen.

Billiges Glump, welches sich "Drehmo" schimpft, hat eine Auslöse(un)genauigkeit im Bereich von 6 bis 15%.

Eine einzige abgerissene M6er Schraube an delikaten Stellen (z.B. Zylinderkopf oder bei Moppedmotoren) rechtfertigt es schon, sowas ins Altmetall zu entsorgen.

Werkzeug ist die Handverlängerung des Handwerkers. Und kann Arbeiten erheblich erleichtern.

Gruss,
Darius
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