Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Passt mal wieder nichts zusammen? Ein Ersatzteil ist nicht mehr lieferbar? MG Drivers sind hilfsbereit - und helfen sich in diesem Forum gegenseitig.

Moderatoren: JuanLopez, Gagamohn

Antworten
MCTD51Wolfi
Beiträge: 22
Registriert: 8. Sep 2019, 15:36
Fahrzeug(e): MG TD Baujahr 51
Wohnort: Bodenseeraum

Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Beitrag von MCTD51Wolfi » 1. Mär 2020, 13:35

MG TD Bj 51, Car.Nr. TD8159 Engine Nr. XPAG/TD LHX 8637 Body Nr.: 7578 72446 Body Type: 22381


Liebe Mitstreiter,
zunächst mal recht herzlichen Dank für eure bisherige Hilfe in diesem Forum.

Das Frühjahr kommt in großen Schritten und ich möchte bis dahin meinen Oldie
auf Vordermann bringen. So langsam taste ich mich als Neuling an die Technik
heran, aber es gibt immer noch ein paar Probleme zu lösen. Es wäre schön, wenn
ihr mir in folgenden Punkten weiter helfen könntet.

1. Öl in Zahnstangenlenkung
Gem. Handbuch gehört in die Lenkung Öl anstatt Fett. Die Einfüllung ergeht über
einen Schmiernippel.
Da es keine Ablassschraube für das alte Öl gibt, frage ich mich, wohin beim
Einpressen des neuen Öls die übeschüssige alte Menge geht ?

2. Ölwechsel
Mein TD verfügt über eine Ölversorgung mit handelsüblichem Schraubfilter
(Kraft 1700041), der senkrecht angebracht ist. Es gibt keine Öleinfüllschraube
an der Ölpumpe.
Was muss ich diesbezüglich beim Ölwechsel beachten ?

3. Einstellung der Ventile

Nun steht auch das Einstellen der Ventile an.
Ich gehe davon aus, dass bei meinem Fahrzeug (siehe Daten oben) Auslassventile
sowie auch Einlassventile ein Spiel von o,51 mm (kalt)haben.
Da ich anderweitig schon mehrere Schrauben abgedreht habe, stellt sich die
Frage, wie fest die Schrauben für die Ventileinstellung angezogen werden sollten ?

4. Farbe zum Ausbessern von kleinen Roststellen an der Unterseite des Fahrzeuges

Leider habe ich bisher keine Lacksprühdose gefunden, die meiner Fahrzeugfarbe (blau) entspricht.
Kann mir jemand eine Adresse empfehlen, wo ich entsprechende Farbtöne (auch als Sprühdose)
finde.

So... das wars zunächst mal.
Dann vielen Dank fürs Lesen meines kleinen Romans und auch ein Dank im Voraus für sachdienliche Anworten.

Es grüßt Euch
Wolfgang vom Bodensee

Benutzeravatar
MBGT_ED
Beiträge: 363
Registriert: 29. Sep 2017, 16:26
Fahrzeug(e): MGB GT MK1 1966
Wohnort: Erding

Re: Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Beitrag von MBGT_ED » 1. Mär 2020, 17:56

Hallo Wolfgang,
zum Thema Farbe kann ich was sagen. Gehe zu einem Richtigen Farbenhändler z.B. Mipa. Der kann Dir die benötigte Farbe nach Nummer oder Muster zusammenmischen, auch als Sprühdose. Ich lies mir meinen alten Mercedes vor kurzem einen Lackstift für einen metallick Lack zubereiten. Bei der Abholung waren es dann drei Stifte. Farbliche Grundierung, Metalleffeckt und Klarlack. Die Farben haben gur getroffen.

Viele Grüße Klaus

GeMTF
Beiträge: 80
Registriert: 28. Okt 2010, 12:56
Fahrzeug(e): MG TF 1500
Wohnort: 30900 Wedemark

Re: Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Beitrag von GeMTF » 4. Mär 2020, 18:43

Hallo Wolfgang,

obwohl ich meinen TF jetzt 46 Jahre habe, habe ich mir bis jetzt Deine Gedanken nicht gemacht. Nun jetzt
meine (richtigen oder falschen?) Antworten zu Deinen Punkten:

1. Alle am Auto vorhandenen Schmiernippel habe ich bisher mit Fett versorgt und habe keinen Ärger mit
auslaufendem Öl an der Lenkung und am Drehzahlmesser-Antrieb.

2. Dein TD ist fast 70 Jahre alt und es ist fraglich, welche Ölpumpe heute eingebaut ist. Nach meiner englischen
Literatur haben die frühen XPAG-Motoren Ölpumpen mit Entlüfterschrauben und später eine automatische
Entlüftung. Da man den Ölwechsel bei warmen Motor macht, sollte beim folgenden Anlaßvorgang genügend
Schmierung vorhanden sein. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, kannst Du vorm Anlassen das Zündkabel
an der Zündspule abziehen und den Motor mit dem Anlasser durchdrehen bis er etwas Öldruck aufbaut.

3. Zum Einstellen der Ventile muß doch nur die Kontermutter der Einstellschraube gelöst werden. Ich glaube
nicht, daß Du die Mutter mit einem normalen Schlüssel überdrehen kannst. Außerdem merkst Du auch schon
bei Losdrehen, welche Kraft Du anwenden mußt. Nach meinen Unterlagen ist das Ventilspiel 0,48 mm.

Jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Arbeiten und viel Spaß mit Deinem TD.

Gruß, Gerd

GeMTF
Beiträge: 80
Registriert: 28. Okt 2010, 12:56
Fahrzeug(e): MG TF 1500
Wohnort: 30900 Wedemark

Re: Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Beitrag von GeMTF » 5. Mär 2020, 11:22

GeMTF hat geschrieben:
4. Mär 2020, 18:43
Hallo Wolfgang,

obwohl ich meinen TF jetzt 46 Jahre habe, habe ich mir bis jetzt Deine Gedanken nicht gemacht. Nun jetzt
meine (richtigen oder falschen?) Antworten zu Deinen Punkten:

1. Alle am Auto vorhandenen Schmiernippel habe ich bisher mit Fett versorgt und habe keinen Ärger mit
auslaufendem Öl an der Lenkung und am Drehzahlmesser-Antrieb.

2. Dein TD ist fast 70 Jahre alt und es ist fraglich, welche Ölpumpe heute eingebaut ist. Nach meiner englischen
Literatur haben die frühen XPAG-Motoren Ölpumpen mit Entlüfterschrauben und später eine automatische
Entlüftung. Da man den Ölwechsel bei warmen Motor macht, sollte beim folgenden Anlaßvorgang genügend
Schmierung vorhanden sein. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, kannst Du vorm Anlassen das Zündkabel
an der Zündspule abziehen und den Motor mit dem Anlasser durchdrehen bis er etwas Öldruck aufbaut.

3. Zum Einstellen der Ventile muß doch nur die Kontermutter der Einstellschraube gelöst werden. Ich glaube
nicht, daß Du die Mutter mit einem normalen Schlüssel überdrehen kannst. Außerdem merkst Du auch schon
beim Losdrehen, welche Kraft Du anwenden mußt. Nach meinen Unterlagen ist das Ventilspiel warm 0,48 mm.

Jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Arbeiten und viel Spaß mit Deinem TD.

Gruß, Gerd

MCTD51Wolfi
Beiträge: 22
Registriert: 8. Sep 2019, 15:36
Fahrzeug(e): MG TD Baujahr 51
Wohnort: Bodenseeraum

Re: Frühjahrsarbeiten: Ventile, Ölwechsel, Farbe usw

Beitrag von MCTD51Wolfi » 11. Mär 2020, 19:30

Hallo,

vielen Dank erstmal für Eure Rückmeldung.

Ich möchte nochmals auf die Schmierung des Lenkgetriebes zurück kommen.

Im Handbuch steht übersetzt:

"Schmierung des Lenkgetriebes

Alle 3000 Meilen sollte die Fettpresse auf den Schmiernippel am Lenkgetriebe aufgebracht werden, um zehn Hübe der Fettpresse auszuüben. Zu diesem Zweck muss unbedingt eines der auf Ref.B angegebenen Hypoidöle in der Presse verwendet werden. Überölen muss vermieden werden."

Also ..... leider kein Fett, sondern Öl. Nach wie vor sehe ich mich mit der Frage konfrontiert, wohin sich das "alte" Öl, das sich noch in
dem Lenkgetriebe befindet, verabschiedet. Finde keine Schraube, um das Altöl abzulassen. Es ist auch irgendwie komisch dass durch
einen Schmiernippel Öl eingefüllt werden soll.

Ich bitte, insbesondere die Mitstreiter, die den gleichen Oldtimer haben, um Rat und Tat.

Recht herzliche Dank

Wolfgang

Antworten